Kautionskassenvergleich 2017

Kautionskassenvergleich 2017

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1. Jahr
Kosten
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Mietkaution
141,00 € 141,00 € 705,00 € zum Anbieter
4. Basler Versicherungen
Mietkaution
141,00 € 141,00 € 705,00 € zum Anbieter
5. assona GmbH
meineMietkaution
141,00 € 141,00 € 705,00 € zum Anbieter
6. Deutsche Kautionskasse
Moneyfix
141,00 € 141,00 € 705,00 € zum Anbieter
7. Deutscher Mietkautionsbund e.V.
Mietkaution
150,90 € 141,00 € 714,90 € zum Anbieter
8. PlusForta GmbH
Kautionsfrei.de
157,50 € 157,50 € 787,50 € zum Anbieter
9. norisbank
Mietkaution
200,00 € 160,00 € 840,00 € zum Anbieter

Worin unterscheiden sich die Anbieter?

Kautionskassen unterscheiden sich anhand mehrerer Kriterien. Die wichtigsten betreffen Höhe und Zusammensetzung der Bürgschaftskosten, die Modalitäten der Rückzahlung bei einer Inanspruchnahme durch den Vermieter und mögliche Einreden des Mieters. Auf dem deutschen Markt für Kautionskassen finden sich sowohl klassische Bankbürgschaften als auch Mietkautionsversicherungen. Für Mieter sind die Unterschiede überschaubar: Bei Versicherungen wird die Anforderung der Bürgschaft durch den Vermieter als Eintritt des Versicherungsfalls definiert.

Ratgeber

Auf unserer Ratgeberseite finden Sie viele wichtige Informationen und Tipps, die sich rund um die Themen Mietkaution und Mieten drehen.

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Bankbürgschaft oder Versicherung

Preislich sind Bankbürgschaften tendenziell günstiger, was nicht zuletzt an der steuerlichen Behandlung von Rückversicherungen für Mietkautionen liegt: Für diese fällt Versicherungssteuer an, die Banken nicht in ihre Kosten einkalkulieren müssen. Unabhängig von der rechtlichen Konstitution des Bürgschaftsgebers setzen sich die Kosten bei den meisten Kautionskassen aus einmaligen und laufenden Kosten zusammen. Marktüblich sind einmalige Kosten im Bereich von ca. 50 Euro, die im Preisverzeichnis z. B. mit dem Versand der Bürgschaftsurkunde gerechtfertigt werden.

Einmalige und laufende Kosten

Die laufenden Kosten sind – aufgrund der notwendigen Bepreisung von Risiken nicht ganz überraschend – im Wesentlichen abhängig von der Höhe der verbürgten Summe. Marktüblich sind jährliche Prozentsätze von ca. 3 bis 6 Prozent der Bürgschaftssumme, wobei zusätzlich eine Mindestgebühr und eine Obergrenze für die Summe festgelegt werden können.

Bei einigen Anbietern wird neben einem Prozentsatz der verbürgten Summe auch im Anschluss an das erste Vertragsjahr eine pauschale Gebühr erhoben. Üblich sind hier etwa 10 bis 30 Euro. Weitere Kosten – etwa für die Eröffnung eines Kundenkontos oder die Vermittlung eines Vertrages durch eine Kautionskasse – fallen selten an.

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Kosten bei Fälligkeit der Bürgschaft

Egal ob Bankbürgschaft oder Versicherung: Wird die Bürgschaftssumme an den Vermieter ausgezahlt, müssen Mieter den Betrag wieder zurückzahlen. In den Vertragsbedingungen werden die Modalitäten für die Rückzahlung geregelt. Üblicherweise wird ein Bearbeitungsentgelt erhoben – etwa für die „Feststellung des Versicherungsfalls“. Die meisten Verträge sehen zudem einen Verzugszins vor.

Auch wenn der Vertrag keinen Zeitraum für die Tilgung vorsieht, können Mieter sich nach der Inanspruchnahme der Bürgschaft nicht auf komfortable Rückzahlungszeiten verlassen. Rechtlich betrachtet ist die Forderung von Bank oder Versicherung je nach Ausgestaltung entweder sofort fällig oder mir relativ kurzer Frist kündbar. Schon vor dem Abschluss eines Bürgschaftsvertrages sollte deshalb geklärt werden, ob Ratenzahlungen möglich sind und welche zusätzlichen Kosten dafür anfallen.

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Der Auszahlung an den Vermieter widersprechen

Ein wichtiges und zugleich ambivalentes Vergleichskriterium für Kautionskassen sind Widerspruchsmöglichkeiten des Mieters gegen die Anforderung der Bürgschaft durch den Vermieter. Aus Sicht des Mieters sind mehrwöchige Einspruchsfristen und die Chance, die Auszahlung durch einen Gang vor Gericht lange aufhalten zu können, verlockend. Auf Vermieter könnten allzu mehrdeutig gestaltete Klauseln dagegen abschreckend wirken – und die Akzeptanz der Bürgschaft untergraben.

So räumen einige Anbieter Mietern zwischen den Zeilen ihrer Bedingungswerke die Möglichkeit ein, Auszahlungen an den Vermieter durch die Einrede der Unzulässigkeit einer Bürgschaft auf erstes Anfordern zu unterbinden. Die rechtliche Lage ist in diesem Punkt uneindeutig und wird womöglich erst in einigen Jahren höchstrichterlich entschieden.

Annahmekriterien, Serviceleistungen usw.

Neben den „harten“ Vergleichskriterien – Kosten, Rückzahlungsmodalitäten und Behandlung von Einreden – gibt es im Vergleich von Kautionskassen mehrere „weiche“ Merkmale zu berücksichtigen. Dazu zählen neben den Annahmekriterien insbesondere Serviceleistungen und die Dauer der Antragsbearbeitung.

Die Annahmekriterien unterscheiden sich bei den meisten Kautionskassen nur unwesentlich. Zumeist beschränkt sich die Bonitätsprüfung auf eine vollständig automatisiert Abfrage von Datenprofilen – z. B. bei der SCHUFA oder anderen Auskunfteien. Versicherer weisen in ihren Bedingungen zudem auf die Nutzung von Hinweis- und Informationssystemen hin.

Problemkunde? Das HIS der Versicherungswirtschaft

Über dieses „HIS“ informieren sich Versicherer in Form einer zentralen Datenbank über auffällige Kunden. Auffällig ist, wer ungewöhnlich viele Schäden meldet oder ungewöhnlich viele Versicherungen abschließt. Für Kautionsversicherungen sind die Hinweis- und Informationssysteme nur insoweit relevant, als dass der Abschluss des Vertrages bei Auffälligkeiten abgelehnt wird.

Lehnt ein Versicherer die Aufnahme ohne triftige Begründung ab und ist die Ablehnung definitiv nicht auf die Bonität des Antragstellers zurückzuführen, kann sich eine Selbstauskunft beim HIS lohnen. Die Datenbank wird derzeit durch die Informa Insurance Risk an Fraud Prevention GmbH betrieben und umfasst alle Versicherungssparten mit Ausnahme der PKV. Es ist davon auszugehen, dass Versicherer so wahrgenommene „Problemkunden“ nicht nur ablehnen, wenn Auffälligkeiten in der jeweils betroffenen Sparte aufgetreten sind. Probleme mit Rechtsschutz- oder KFZ-Versicherern könnten also durchaus zum Ausschluss von Mietkautionsversicherungen führen.

Die Betreiberin der Datenbank stellt zwar fest, dass Einträge im HIS nicht zwingend zur Ablehnung von Versicherungsverträgen führen müssen, räumt aber zugleich ein: „Stellt sich allerdings heraus, dass die Angaben des Kunden falsch oder unvollständig waren, kann es dazu kommen, dass die versicherten Risiken entweder neu kalkuliert oder ganz ausgeschlossen werden müssen. Im Einzelfall kann die Nachprüfung durchaus dazu führen, dass der Kunde aufgrund seines individuellen Risikos keinen Versicherungsschutz mehr erhält.“

Die Ablehnung von Anträgen bei Merkmalen im HIS ist sehr wahrscheinlich, da die Versicherer aufgrund der weitreichenden Standardisierung im Kautionsgeschäft keine Kalkulation für einen individuellen Risikozuschlag vornehmen und den Antrag stattdessen pauschal ablehnen dürften. Zudem können die Versicherer zwar vom Versicherungsvertrag mit dem Mieter, nicht jedoch von der Bürgschaft zugunsten des Vermieters zurücktreten.

Ausreichender SCHUFA-Scorewert erforderlich

Die Branche begründet das seit Jahrzehnten verwendete HIS mit der Notwendigkeit von Betrugsprävention. Nach Angaben der IIRFP GmbH informieren Versicherer betroffene Kunden von einer Meldung an das HIS direkt. Wer sich darauf nicht verlassen möchte bzw. den Verdacht einer womöglich ungerechtfertigten oder fehlerhaften Meldung hegt, kann eine Selbstauskunft anfordern. Dies ist – gemäß § 34 BDSG – einmal pro Jahr kostenlos und ausschließlich schriftlich möglich.

Neben den Hinweissystemen der Versicherungswirtschaft spielen auch Auskunfteien eine entscheidende Rolle. Sie werden im Vorfeld des Vertragsabschlusses automatisiert zum bisherigen Zahlungsverhalten des Antragstellers befragt. Liegen Negativmerkmale vor, kommt es in der Regel zur Ablehnung – nicht nur zur Vermeidung von Risiken, sondern auch weil diese Bonitätsprüfung ein wesentliches Argument der Branche gegenüber Vermietern darstellen.

Kein Einkommensnachweis erforderlich

Frau sitzt auf gepackten Kisten

Picture Factory - fotolia.com

In der Praxis entscheiden Scorewerte über Annahme oder Ablehnung von Anträgen. Deren genaue Zusammensetzung ist nicht bekannt und für Verbraucher nur schemenhaft nachvollziehbar. In der Regel gilt aber: Wer bei einem Versandhaus auf offene Rechnung bestellen kann, erhält auch eine Zusage für eine Mietkaution. Die Bonitätsanforderungen sind weniger streng als bei einem Kredit. Insbesondere verlangen die wenigsten Kautionskassen einen detaillierten Einkommensnachweis.

Wurde der Vertrag abgeschlossen, müssen die erste Jahresgebühr bzw. der Einlösungsbeitrag häufig vor der Ausstellung der Bürgschaftsurkunde entrichtet werden. Bei Versicherungen ist die vollständige Zahlung des Einlösungsbeitrages notwendige Bedingung für das Inkrafttreten des Vertrages.

Zum Vergleich aktueller Kautionskassen

Kautionsverträge online verwalten

Viele Kautionskassen ermöglichen Mietern die papierlose Vertragsverwaltung über virtuelle Kundencenter. Auch Vermieter sollten auf diese Möglichkeit achten: Im besten Fall existieren Schnittstellen zwischen dem Kundenkonto des Vermieters und gängigen Finanzverwaltungsprogrammen, die auch Bürgschaften berücksichtigen und z. B. den zentralen Versand von Mitteilungen an Bank oder Versicherung ermöglichen.

Stiftung Warentest sieht „Übergangslösung“

Die Stiftung Warentest stufte Kautionskassen in einem Beitrag aus dem Februar 2012 als mögliche Übergangslösung für Mieter ein, deren Barmittel knapp sind und die auf die Rückzahlung der Kaution aus einem früheren Mietverhältnis noch warten müssen:

„Das funktioniert so: Bis der Mieter die Kaution vom alten Vermieter zurück hat, schließt er eine Mietbürgschaft zugunsten des Vermieters ab. Sobald der Mieter zu Geld gekommen ist, wird die Mietbürgschaft durch eine Kaution ausgetauscht. Um die Bürgschaft zu beenden, muss der Vermieter meist nur die Bürgschaftsurkunde zurückgeben. Als Ersatz erhält er die Kaution. Entweder überweist der Mieter ihm das Geld oder er legt es selbst an und verpfändet das Konto dem Vermieter. Bei diesem Tausch geht der Vermieter kein Risiko ein, solange er die Urkunde behält, bis er im Besitz des Geldes oder der Verpfändungserklärung ist. Mieter, die an eine Bürgschaft als Zwischenlösung denken, halten am besten bereits bei Abschluss des Mietvertrages mit dem Vermieter schriftlich fest, dass die Bürgschaft später ausgetauscht werden darf.“

Die Stiftung Warentest hatte zu diesem Zeitpunkt einige dutzend Anbieter zu Kautionsbürgschaften befragt. Das Ergebnis: Banken waren tendenziell günstiger als Versicherungen und der Anteil der befragten Institute ohne offenes Angebot lag deutlich über 50 Prozent.

Mieterbund sieht Stärken und Schwächen

Bereits im Jahr 2010 äußerte sich der Deutsche Mieterbund zu den damals aufkommenden Kautionskassen. Die „Welt“ zitierte damals Ulrich Ropertz: „Wenn sich die eigene Bank gegenüber dem Vermieter für einen Betrag in Höhe von drei Monatsmieten verbürgt, ist das eine Kautionsbürgschaft.“ Zum damaligen Zeitpunkt ging der Deutsche Mieterbund davon aus, dass Vermieter die Kaution „eher in bar“ entgegennähmen als in Form einer Bürgschaft. Der Mieterbund riet Interessenten, das Kleingedruckte der Angebotsbedingungen zu studieren.

Das Internetportal „DerWesten“ zitierte im Jahr 2014 Fachleute des Verbraucherzentrales Bundesverbandes und des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins „Haus und Grund“. Ingrid Deutmeyer von der VZ Herne riet: „Man muss sich im Klaren sein, welche Gebühren man am Ende zahlt“. Deutmeyer verwies darauf, dass sich Bürgschaften zumindest über lange Zeiträume nicht lohnten, da die Gebühren mit der Zeit die Höhe der Kaution übersteige.

Auch der Eigentümerverein „Haus und Grund“ nahm im Rahmen des Beitrags Stellung zu Kautionskassen: „Es ist für Eigentümer und Vermieter immer schwieriger, auf das Geld eines Versicherers zurückzugreifen, als direkt von einem Mietkautionskonto“, wurde Simone Arendt-Bittner, Geschäftsführerin des Vereins in Herne, zitiert.

Weiterführende Links:
https://www.test.de/Mietkaution-Geld-gegen-Schluessel-4330614-4330620
Beitrag bei „DerWesten“ mit Aussagen des VZBV
Artikel in der „Welt“ mit Aussagen des Mieterbundes